Historie

eine lange Geschichte...


Keramiker

Die handwerkliche Herstellung von Keramik prägt schon lange das Leben im Kannenbäckerland. Als eine der ersten und eine der letzten Steinzeugmanufakturen blicken wir heute auf über 350 Jahre Firmengeschichte zurück.

 

Der Ursprung unserer Keramik-Manufaktur geht zurück auf das Jahr 1661. Wilhelm  Merkelbach I, der Gründer des Unternehmens begann zu dieser Zeit salzglasiertes Steinzeug auf eigene Rechnung herzustellen. Im Jahr 1864 firmierte Karl Merkelbach III, die inzwischen 7. Generation mit dem Namen KMB III (Karl Merkelbach der Dritte)

Dieser Firmenname hatte 100 Jahre Bestand bis 1964 die Firma in M-Schilz umgetauft wurde. Zu dieser Zeit wurde das Unternehmen von Helmut Schilz geführt. Bis Heute ist das Unternehmen mit dem Werkstattzeichen M-Schilz über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und wird zur Zeit von den Brüdern Harald & Volker Schilz geleitet. Tino Schilz zeichnet als junger Gesellschafter bereits für die 12. Familiengeneration des Unternehmens.


 

Henklerinnen

Die Generationen vor Karl Merkelbach III fertigten hauptsächlich Gebrauchsgeschirr für den Haushalt und die Vorratshaltung. Kannen, Becher und Krüge sowie Vorratshäfen in vielen verschiedenen Größen waren das Hauptsortiment dieser Zeit. Die einfache Verzierung durch das "blauen" (Handmalerei mit Koblatblau) gaben der Ware den Charakter, der noch heute als Westerwälder Steinzeug vielen Menschen ein Begriff ist.

Neben diesen einfachen Gebrauchswaren wurde auch immer in kleinen Auflagen das sogenannte Herrensteinzeug gefertigt. Gefäße wurden mit aufwändigen Dekorationen versehen, teils mit Belegen dekoriert, sowie mit Handgravuren und Kobaltblaumalerei veredelt.

Ab 1864 etablierte sich neben dem Gebrauchsgeschirr auch eine Kollektion von kunsthandwerklich hergestellten Steinzeuggefäßen. Mit Red und Knibisdekoren wurden Zeitgemäße Designs auf die Gefäße aufgebracht.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Produktion auf Steinzeugrohre umgerüstet. Nach dem zweiten Weltkrieg haben Kunststoff und Glas den Platz des einfachen Steinzeugs eingenommen.In dieser Zeit konnten sich nur noch Betriebe mit kunsthandwerklich gut hergestellter Ware behaupten. Helmut Schilz belieferte zu dieser Zeit den Facheinzelhandel mit einer großen Kollektion in grau-blau.

Im Laufe der Zeit stellte sich das Unternehmen neuen Herausforderungen und entwickelte zahlreiche neue Produkte. Mit dem Zukauf der Keramikfabrik Otto Blum und der Anschaffung von neuen Maschinen konnten erstmals auch keramische Produkte mit technischem Charakter hergestellt werden. Saunablumen, Pizzabackplatten und keramische Verpackungen für kohlensäurehaltige Getränke sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Produktangebots.

Für qualitativ hochwertige keramische Produkte war schon immer ein großer Umfang von Erfahrung notwendig. Dem weiter getragenen Know-How von 12 Generationen verdanken wir heute, eine große Produktpalette in ausgezeichneter Qualität fertigen zu können.